Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Am Freitag, den 11. September, öffnet das Sommerkino im Lottenhof zum letzten Mal in diesem Jahr seine Pforten und zeigt ab 19.30 Uhr den Film: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl.

1933: Hitler wird Reichskanzler und Arthur Kemper flieht in die Schweiz, um einer Verhaftung und dem allgemeinen Judenhass zu entkommen. Wenige Tage später holt er seine Familie nach. Die kleine Anna lebte bisher unbeschwert mit ihren Eltern und ihrem Bruder in Berlin. Jedoch sieht ihr Vater die unheilvollen Zeichen der Zeit und die Familie flieht aus Deutschland. In den kleinen Koffer kann Anna nicht viel einpacken und lässt ihr Lieblingsstofftier zurück.

Das Leben in der Fremde ist für Anna und ihre Familie voller Herausforderungen und Entbehrungen. Die Kinder müssen in eine neue Schule und neue Freunde finden. Ihr Vater, der Journalist, Schriftsteller und Theaterkritiker, verdient jedoch kein Geld, da seine Artikel nicht veröffentlicht werden. Als der Familie das Geld ausgeht müssen sie die Schweiz verlassen und ziehen nach Paris. Dort leben sie sehr beengt in einer kleiner Wohnung. Hinzu kommt nun zu der Angst, Heimatlosigkeit und der Aufgabe wieder an einem neuen Ort neu anzufangen die sprachliche Hürde.

Der Film zeigt die Ereignisse rund um die Familie mit den Augen der neunjährigen Anna und begleitet sie von der Flucht aus Berlin 1933 bis zum Herbst 1935, in dem sie ihr Londoner Exil erreicht. Er basiert auf dem gleichnamigen Kinder- und Jugendroman, der in vielen Schulen zum festen Lesekanon gehört. Für Kinder verständlich, ohne die tödliche Bedrohung für die Familie direkt zu zeigen, erzählt der Film von Verfolgung und Flucht.

Weitere Informationen zum Kino auf dem Lottenhof befinden sich auf der Internetseite.